Informationen zum Beschluss des Neubaus der Feuerwache Neusäß

Neusäß, den 23. Oktober 2020
Rubrik:  News

 

Neusäß reißt das Feuerwehrhaus ab und baut neu“ ist die Überschrift des Artikels in der Augsburger Allgemeinen vom 22.10.2020   (Bericht AZ)

 

Das jetzt fast 40 Jahre alte Gebäude ist in den letzten Jahren deutlich zu klein geworden. Mit durchschnittlich über 250 Einsätzen pro Jahr hat sich nicht nur die Zahl der Einsätze signifikant erhöht, sondern auch die Vielfältigkeit der Einsätze hat sich wesentlich verändert. Brandschutz, Strahlenschutz, Chemieschutz, Technische Hilfeleistungen im Stadtgebiet sowie auf  der Autobahn und Ähnliches spiegeln sich auch in der Menge der Ausrüstung und der Anzahl und Größe der Fahrzeuge der Feuerwehr wider.

 

So mussten bereits Gerätschaften in Containern untergebracht werden und ein Anhänger permanent im Freien abgestellt werden. Nicht nur die Fahrzeughalle entspricht von den Abmessungen nicht mehr der Norm, sondern auch viele Funktionsräume wie Einsatzzentrale, Lehrsaal, Atemschutzwerkstätte sowie der gesamte Logistikbereich sind deutlich zu klein.
Weiter ist die Schutzkleidung der Feuerwehrdienstleistenden in Spinden direkt hinter den Fahrzeugen in der Fahrzeughalle untergebracht. Dies ist auf Grund der Abgasbelastung und der Unfallgefahr seit geraumer Zeit nicht mehr zulässig. Der Beschluss des Stadtrats, dass das etwa 40 Jahre alte Haus in der Ortliebstraße erweitert werden muss, ist daher bereits vor einiger Zeit gefallen.

 

Eigentlich wurde immer von einem Umbau oder/und einem Anbau ausgegangen. Das mit der Entwurfsplanung beauftragte Architekturbüro Schuller und Tham hat drei Möglichkeiten aufgeplant und die voraussichtlichen Kosten dazu errechnet. Diese wären ein Anbau mit Umnutzung des Bestands, ein Teilabriss mit Anbau und Umnutzung des Bestands oder den jetzt entschiedenen Neubau des Feuerwehrhauses.

 

Alle 3 Varianten liegen bei Investitionskosten von rund 10 Millionen Euro. Der reine Umbau mit Erhalt des größten Teils der Bestandsimmobilie, wäre demnach die teuerste Variante. Allerdings könnte bei einem Umbau oder/und einem Anbau trotz der fast identischen Kosten eines Neubaus, eine Vielzahl von bestehenden Normen und Vorgaben nicht eingehalten werden.

 

Damit ist der jetzt beschlossene Abriss und Neubau der einzige Weg eine Feuerwache nach heutigen Vorgaben und Standards zukunftsgerecht zu gestalten. Nachdem sich dies auch noch um annähernd dieselben Kosten realisieren lässt, fiel die Entscheidung nicht schwer. Aktuell wird eine Interimslösung beplant, bei der die Funktionsfähigkeit der Feuerwehr Neusäß uneingeschränkt erhalten bleibt. Die Kosten für diese Übergangslösung sind in den genannten Kosten ebenfalls schon mit einberechnet.

 

Als nächsten Schritt wird der Architekt in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und der Stadt seine Pläne detailliert ausarbeiten. Anschließend werden dann die Fachplaner ihre Planungen aufnehmen. Wir freuen uns, dass es nun Klarheit über die weitere Zukunft für unser „neues Zuhause“ gibt, was aber auch für die Fachgewerke und den Projektausschuss weiterhin viel Arbeit bedeutet.

 

Abschließend sei erwähnt, dass die Feuerwehr und die Stadt Neusäß dem Schutz der Bevölkerung höchste Priorität zukommen lässt –  das heißt die Feuerwehr ist auch während der Bauphase zu 100 Prozent einsatzfähig.